In der Lebensmittelproduktion haben Hygiene und Produktsicherheit oberste Priorität. Eine industrielle Reinigungsanlage ist dabei ein zentrales Element, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten, Produktionsausfälle zu vermeiden und gleichbleibend hohe Produktqualität sicherzustellen gemäß dem Codex Alimentarius. Dieser Beitrag zeigt, welche Anforderungen Betriebe erfüllen müssen, welche technischen Lösungen sich bewährt haben und welche Best Practices für einen effizienten und normgerechten Einsatz gelten.
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Warum ist eine industrielle Reinigungsanlage unverzichtbar?
Lebensmittelverarbeitende Betriebe arbeiten mit sensiblen Rohstoffen, die anfällig für mikrobiologische Kontaminationen sind. Produktionsrückstände, Fette, Zucker oder Eiweiße bieten ideale Nährböden für Keime. Eine industrielle Reinigungsanlage sorgt dafür, dass:
- Hygienestandards zuverlässig eingehalten werden
- Kreuzkontaminationen vermieden werden
- Stillstandzeiten und ungeplante Reinigungsaufwände reduziert werden
- Audits und Kontrollen (z. B. durch Behörden oder Zertifizierer) sicher bestanden werden
Ohne strukturierte und reproduzierbare Reinigung ist eine sichere Lebensmittelproduktion heute nicht mehr denkbar.
Gesetzliche und normative Anforderungen
Der Einsatz einer industriellen Reinigungsanlage ist eng an rechtliche Vorgaben geknüpft. Zu den wichtigsten zählen:
- EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene
- HACCP-Konzepte (Hazard Analysis and Critical Control Points)
- IFS Food / BRCGS-Standards
- DIN- und EN-Normen für Materialien, Oberflächen und Reinigungsprozesse
u.v.m.
Die Anlagen müssen so ausgelegt sein, dass sie eine vollständige, nachvollziehbare und dokumentierbare Reinigung ermöglichen – inklusive definierter Reinigungsintervalle, Chemikalienkonzentrationen und Temperaturen.
Typische technische Lösungen industrieller Reinigungsanlagen
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Je nach Produktionsbereich und Verschmutzungsgrad kommen unterschiedliche Reinigungstechnologien zum Einsatz:
1. Schaumreinigung
Die Schaumreinigung ist besonders effektiv bei haftenden Verschmutzungen. Der Reinigungsschaum bleibt länger auf der Oberfläche haften, wodurch Fette und Proteine zuverlässig gelöst werden und unerwünschte Mikroorganismen zuverlässig abgedtötet oder inaktiviert werden (Biozid). Diese Methode ist weit verbreitet in Schlachtbetrieben, Molkereien und Bäckereien.
2. Sprühreinigung
Sprühreinigungssysteme eignen sich ideal für großflächige Anlagen, Förderbänder oder geschlossene Systeme. Sie ermöglichen eine wiederholbare, gleichmäßige Benetzung und sind gut in bestehende Produktionslinien integrierbar. I.d.R. manuell ausgebrachter Wasserstrahl kombiniert mit der Schaumreinigung.
3. CIP- und COP-Systeme
- CIP (Cleaning in Place): Reinigung geschlossener Systeme wie Rohrleitungen, Tanks oder Wärmetauscher ohne Demontage
- COP (Cleaning out of Place): Reinigung von demontierten Bauteilen in separaten Waschbereichen
Beide Varianten sind fester Bestandteil moderner industrieller Reinigungsanlagen.
- CIP (Cleaning in Place): Reinigung geschlossener Systeme wie Rohrleitungen, Tanks oder Wärmetauscher ohne Demontage
Zentrale Auswahlkriterien für die richtige industrielle Reinigungsanlage
Bei der Auswahl einer geeigneten Anlage sollten Betriebe folgende Punkte berücksichtigen:
- Anwendungsbereich: Offene oder geschlossene Systeme, Maschinen, Böden, Wände
- Automatisierungsgrad: Manuell, teil- oder vollautomatisiert
- Medienverbrauch: Wasser-, Energie- und Chemikalieneffizienz
- Materialverträglichkeit: Edelstahl, Kunststoffe, Dichtungen
- Dokumentation & Rückverfolgbarkeit: Erfüllung von Audit-Anforderungen
- Erweiterbarkeit: Anpassung an zukünftige Produktionsänderungen
Eine gut geplante industrielle Reinigungsanlage zahlt sich langfristig durch geringere Betriebskosten und höhere Prozesssicherheit aus.
Best Practices für den sicheren und effizienten Einsatz
Aus der Praxis haben sich folgende Best Practices bewährt:
- Auswahl eines etablierten Reinigungskonzeptes/Systems nach aktuellen Standarts “state of the art” von bewährten Herstellern
- Standardisierte Reinigungspläne mit klaren Verantwortlichkeiten
- Regelmäßige Schulung des Personals im Umgang mit Anlage und Chemie
- Validierung und Verifizierung der Reinigungsleistung (z. B. Abklatschtests)
- Wartung und Kalibrierung der industriellen Reinigungsanlage im Idealfall durch den Hersteller Fachpersonal
- Dokumentation aller Reinigungsprozesse für Audits und Behörden
Zusätzlich sollte die Reinigung bereits bei der Anlagenkonstruktion mitgedacht werden („Hygienic Design“). Die Vorteile des druckluftfreien Schaums aus dem Hause BOBBY in Verbindung mit einem optimal angepassten Druckbereich (Wasser ist kostbar, zu wertvoll und teuer um sinnlos damit “herumzuspritzen”) addieren sich hier zusätzlich.
Somit ist die zur Reinigung und Desinfektion eingesetzte Lösung / der eingesetzte Schaumfilm völlig schmierstofffrei und ein zuträgliches Keimmilieu ist ebenso wie eine Rückkontamination passé. Neben der deutlichen Kostensenkung durch die Reduzierung des Druckluftverbrauchs ist diese Art der Schaumreinigung merklich umweltschonender als herkömmliche Verfahren und insofern aus verschiedenen Blickwinkeln anzustreben.
Das System verhilft Betrieben eine positivere Öko- und CO2-Bilanz zu erzielen. Durch den Wegfall von zus. Druckluft wird weniger Energie zur Reinigung verbraucht, wodurch weniger Energiekosten und darüber hinaus ein geringerer CO2-Ausstoß erzielt werden. Belegbare Umwelt- und Ressourcenschonung OHNE Einbußen an Reinigungsleistung und Effizienz.
Fazit
Eine angepasste industrielle Reinigungsanlage ist weit mehr als nur ein technisches Hilfsmittel – sie ist ein unverzichtbarer und entscheidender Erfolgsfaktor in der Lebensmittelproduktion. Wer gesetzliche Anforderungen ernst nimmt, auf bewährte Reinigungstechnologien setzt und klare Best Practices etabliert, profitiert von maximaler Hygiene, hoher Betriebssicherheit und nachhaltiger Effizienz. Die Investition in die richtige Lösung zahlt sich somit nicht nur regulatorisch, sondern auch wirtschaftlich aus.

