Der August bringt nicht nur sonnige Tage, sondern für die Lebensmittelindustrie und die Landwirtschaft auch die kritischste Phase des Jahres. Wenn die Außentemperaturen steigen, heizen sich selbst gut klimatisierte Produktionshallen schneller auf als in den Wintermonaten. Für die verantwortlichen Personen bedeutet das höchste Alarmbereitschaft, denn die Lebensmittelsicherheit Sommer steht und fällt mit der lückenlosen Einhaltung der strengen Hygienevorgaben. Schon minimale Abweichungen im Reinigungsprozess reichen bei Hitze aus, um eine exponentielle Vermehrung von Bakterien auszulösen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Reinigungstechnik gefährliches Keimwachstum stoppen und Ihre Produktionsanlagen sicher durch die warme Jahreszeit bringen.
Wir beraten Sie gerne zu möglichen Reinigungssystemen.
Kontaktieren Sie uns:
Email: info@bobbyanlage.de
Telefon: +49 (0) 6322 – 1219
Warum der Sommer traditionelle Reinigungskonzepte an ihre Grenzen bringt
Hohe Umgebungstemperaturen und eine gewisse Grundfeuchtigkeit in den Hallen sind der perfekte Inkubator für unerwünschte Mikroorganismen wie Listerien oder Salmonellen. Wenn sich Produktionsrückstände wie Fette oder Proteine in Kombination mit Wärme in den Maschinen absetzen, verkürzt sich die Zeitspanne, in der sich Bakterienkulturen verdoppeln, drastisch.
Viele Betriebe versuchen, dieses erhöhte Sommer-Risiko durch einen noch massiveren Chemieeinsatz oder den Wechsel zu extrem heißem Spülwasser auszugleichen. Hier gilt es jedoch die kritische Grenztemperatur der Eiweißkoagulation (i.d.R. 45-50°C) zu beachten, da sich die Ablagerungen sonst an der Oberfläche förmlich festbacken. Hinzu kommt, dass das ein weiteres Problem in den meisten Fällen gar nicht die Chemie selbst ist, sondern die Art und Weise, wie diese auf die Maschinen aufgebracht und anschließend wieder abgespült wird.
Das unsichtbare Risiko: Hochdruckreiniger und die Gefahr der Aerosole
Der Einsatz von veralteten Hochdrucksystemen stellt besonders in den warmen Sommermonaten ein enormes Sicherheitsrisiko für die gesamte Produktion dar. Trifft der harte, konzentrierte Wasserstrahl (der oft mit 100 bar oder mehr arbeitet) auf die verschmutzte Oberfläche der Maschine, zerschlägt er Schmutzpartikel und bestehende Bakterien in mikroskopisch kleine Tröpfchen. Es entsteht ein extrem feiner Wassernebel, mit kolloidal verteilten Schmutz- und Bakterienherden, der sich unkontrolliert über die Luft in der gesamten Halle verteilt.
Dieser unsichtbare Nebel schlägt sich schließlich auch auf bereits gereinigte Maschinen, Wände, Decken oder offene Transportbänder nieder. Auditoren und Hygiene-Experten sprechen hierbei von der gefürchteten Rückkontamination. Gerade wenn die Hallentemperaturen im Sommer erhöht sind, finden die über die Luft verteilten Keime auf diesen scheinbar sauberen Flächen sofort wieder ideale Wachstumsbedingungen vor. Um die strengen IFS- oder BRC-Standards zu erfüllen, ist es daher die oberste Pflicht jedes Betriebsleiter, diese unkontrollierte Aerosolbildung vermeiden zu können.
Die sichere Alternative: Warum Schaum und Mitteldruck die Lösung sind
Um den Schmutz tiefenwirksam zu lösen und gleichzeitig die Ausbreitung von Bakterien über die Hallenluft konsequent zu unterbinden, setzen führende Produktionsbetriebe wie Bobby auf intelligente Alternativen zum reinen Hochdruck. Eine optimal abgestimmte, druckluftfreie Schaumreinigung in Kombination mit einem effizienten Mitteldrucksystem (bei etwa 40 bis 50 bar) bietet den besten Schutz für Ihre Anlagen und Prozesse.
Anstatt den Schmutz mit roher Gewalt zu zerschlagen und in die Luft zu wirbeln, bindet diese Technologie die Verunreinigungen systematisch und materialschonend:
- Kompakter, haftender Schaum: Das System erzeugt einen dichten, feuchten Schaum, der sich wie ein schützender Film auf die Maschinen legt. Er haftet optimal und bietet perfekte Kriecheigenschaften, um auch enge Spalte und schwer zugängliche Bereiche zu “erwischen”. So kann die Reinigungschemie ihre Einwirkzeit voll ausschöpfen und Bakterien auch bei heißen Temperaturen effektiv abtöten, bevor sie eintrocknet.
- Keine kontaminierte Druckluft: Da der Schaum von Bobbyanlagen komplett ohne den Einsatz des hauseigenen Druckluftnetzes erzeugt wird, ist absolut ausgeschlossen, dass potenziell verunreinigte Luft aus Kompressoren (fein verteilte Schmierstoffreste) zusätzliche Keime auf die sauberen Maschinen bläst.
- Sicheres Abspülen ohne Nebel: Beim anschließenden Klarspülen mit dem Mitteldrucksystem werden die gelösten Schmutzpartikel schonend und mit einem wirksamen Wasser-Volumenstrom weggeschwemmt. Die gefährliche Zerstäubung bleibt aus, die Umgebungsluft bleibt rein und saubere Anlagenteile bleiben sauber.
- Lückenlose visuelle Kontrolle: Der weiße Schaumteppich dient dem Reinigungspersonal im hektischen Betriebsalltag als klarer Indikator. Es ist auf einen Blick ersichtlich, welche Bereiche bereits behandelt wurden. So werden auch schwer zugängliche „Toträume“ garantiert nicht übersehen.
Fazit: Kompromisslose Hygiene kennt keine Hitzefrei
Die anspruchsvollen Bedingungen in den Sommermonaten verzeihen keine Schwächen im Reinigungsprozess. Wer weiterhin aus Gewohnheit auf ineffiziente Hochdrucktechnik setzt, riskiert nicht nur mangelhafte Audit-Ergebnisse, sondern gefährdet aktiv die Produktsicherheit und riskiert teure Chargenrückrufe. Durch den Umstieg auf ein modernes Mitteldrucksystem und eine clevere Schaumtechnologie können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Anlagen selbst bei der stärksten Hitzewelle hygienisch einwandfrei bleiben.

